Bliestorfer Heide
Foto: Reinhard Degener
Der Aufforstung entgangen
Direkt am süd-westlichen Stadtrand liegt versteckt im Bliestorfer Wald eine vom BUND Lübeck betreute ca. fünf Hektar große Moorheide. Sie ist ein Relikt der früheren Landschaft, an die noch heute Flurbezeichnungen wie Kronsforder Heide oder Krummesser Heide erinnern.
Gefährdeter Lebensraum
Mit den Moor- und Heidegebieten sind auch die besonderen Tier- und Pflanzenarten verschwunden. Einige typische Arten wie Kreuzotter, Waldeidechse, Besen-, Glocken- und Rosmarinheide konnten sich auf der Restfläche im Bliestorfer Wald erhalten. Doch Birken- u. Kiefernaufwuchs nahmen ihnen zunehmend das lebensnotwendige Licht, weil Schafbeweidung und von den Bauern gezielt angelegte Brände nicht mehr für die Offenhaltung der Heide sorgten.
Rettung durch den BUND
Im Jahr 1985 übernahm der BUND Lübeck die fast zugewachsene Moorheide und verwandelte sie in vielen ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen wieder in eine offene, besonnte Fläche. In den Wintermonaten, wenn die Tiere der Heide ihre Winterruhe halten, arbeiten die Aktiven des BUND an einigen Tagen auf der Heide. Sie sorgen dafür, dass dieser wertvolle Lebensraum nicht mit Kiefern und Birken zuwächst und dadurch erhalten bleibt. An vielen Stellen, wo die Heidepflanzen schon verschwunden waren, kehrten sie in den folgenden Jahren wieder zurück.
Alte Tradition wieder belebt
Im Jahr 2025 haben nun erstmals 41 Burenziegen für einige Wochen dabei geholfen den Gehölzaufwuchs einzudämmen. Damit wird die alte Tradition der Beweidung wieder belebt. Aber auch die ehrenamtliche Arbeit der BUNDler*innen ist im Winter weiterhin notwendig. Aber das machen wir natürlich gern.
Hier geht's zum Artikel auf der Website des DVL über die Beweidung:
https://www.schleswig-holstein.dvl.org/aktuelles/nachrichtendetails/burenziegenauftrieb-in-der-bliestorfer-heide
Wir freuen uns über Menschen, die auf der Heide gern dabei sein möchten!